Wir über uns
Daten und Fakten zum Sozialpädagogischen Verein

Sozialpädagogischer Verein zur familienergänzenden Erziehung e.V.

Gründung und Zweck des Vereins



Der Sozialpädagogische Verein ist Träger von Krabbelstuben, Kinderläden und Schülerläden. Er wurde 1979 von einer Elterngruppe zu diesem Zweck gegründet. Seit 1980 werden unter der Trägerschaft des Vereins Kinder in Tageseinrichtungen betreut. Zunächst lag der Schwerpunkt der Vereinsarbeit ausschließlich auf der Betreuung der unter drei-jährigen Kinder. Im Laufe der Jahre kamen dann Kinder- und später Schülerläden dazu, inzwischen sind wir auch Träger einer KITA und eines Kinder- und Familienzentrums.


Anzahl der Plätze und Gruppenstruktur


20 Krabbelstuben (KS) mit 267 Plätzen
22 Kinderläden (KL) mit 629 Plätzen
11 Schülerläden (SL) mit 242 Plätzen

Gesamtzahl der Einrichtungen: 53
Gesamtzahl der betreuten Kinder: 1138


Entstehung der Gruppen


In den Anfängen des Vereins entstanden alle Gruppen durch Elterninitiative. Erst mit Beginn des städtischen Sofortprogramms "Kinderbetreuung" Anfang 1990 änderte sich der Aufbau der Gruppen. Zusätzlich wurden neben der Unterstützung der immer noch vorhandenen Initiative der Eltern Einrichtungen durch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in sog. unterversorgten Stadtteilen aufgebaut. In diesen Jahren verdoppelte sich die Anzahl der Gruppen im Verein. Der größte Schritt weg von der klassischen Elterninitiative kam im Februar 1992, als der Verein als Pilotprojekt mit der Allianzversicherung die Eröffnung der ersten "betriebsnahen" Einrichtung in Frankfurt mit 30 Plätzen feiern konnte. Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Vereins war die Übernahme einer Kindertagesstagesstätte am Deutschherrnufer im Rahmen einer Betriebsträgerschaft Ende 1999. Die neueste Herausforderung ist der Aufbau eines Kinder- und Familienzentrums im Stadtteil Fechenheim, das nach dem Modell der Early Excellence Centres die gesamte Familie im Blick hat und passende Angebote für diese entwickelt.


Standorte


Der Sozialpädagogische Verein ist in folgenden Stadtteilen mit Tageseinrichtungen für Kinder vertreten:

  • Bergen - Enkheim
  • Bockenheim
  • Bornheim
  • Dornbusch
  • Fechenheim
  • Gallus
  • Hausen
  • Heddernheim
  • Niederrad
  • Nied
  • Nordend
  • Rödelheim
  • Sachsenhausen
  • Sindlingen
  • Unterliederbach
  • Westend


  • Struktur


    Typisch für den Sozialpädagogischen Verein ist bis heute die eingruppige Einrichtung. Mittlerweile gibt es aber auch bei uns mehrere zwei bis dreigruppige Einrichtungen. Als große Stadtteileinrichtungen heben sich natürlich die Kita am Deutschherrnufer mit 4 Gruppen und das Kinder- und Familienzentrum in Fechenheim mit 5 Gruppen deutlich ab.


    Gruppengröße


    Die Gruppengröße ist abhängig vom Alter der Kinder und den vorhandenen Räumlichkeiten. In den Krabbelstuben werden 10 - 12 Kinder betreut. Die Gruppenstärke der Kinderläden liegt bei altersübergreifenden Einrichtungen etwa bei 18 Kindern und bei den 3 - 6-jährigen Kindern bei etwa 20. In einigen Schülerläden werden bis zu 25 Kinder betreut.


    Der Verein als Arbeitgeber


    Insgesamt beschäftigt der Sozialpädagogische Verein über 350 ArbeitnehmerInnen. Hinzu kommen 25 anerkannte Zivildienststellen und eben so viele Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr. Der Verein ist Kooperationspartner der Werkstatt Frankfurt, der Beschäftigungsgesellschaft für Frauen (GffB) und dem Verein zur beruflichen Förderung von Frauen (VbFF). Außerdem arbeiten wir eng mit der "LAG Freie Kinderarbeit" zusammen und stehen somit in regelmäßigem Austausch mit den anderen Trägervereinen. Zudem sind wir Mitglied des Fachausschusses Kinderbetreuung und vertreten dort die freigemeinnützigen Träger.


    Pädagogische Konzepte


    Alle Einrichtungen entwickeln ihr eigenes pädagogisches Konzept und fixieren es schriftlich. Es wird kontinuierlich an den sogenannten Konzeptionstagen überarbeitet und ist abhängig von der Größe der Einrichtung, dem Alter der betreuten Kinder, den Erziehern, den Eltern und anderen Rahmenbedingungen.

    In die Konzeption gehört neben der Beschreibung der Einrichtung der tägliche Ablauf vom Bringen und Abholen der Kinder über die Gestaltung des Tages, die Regeln für Kinder, Eltern und Bezugspersonen, besondere Aktivitäten wie Sport oder Musikangebote ebenso wie größere Projekte (z.B. Feste, Ausflüge, Freizeiten). Das Konzept wird von den beteiligten Personen entwickelt und getragen. Es kann auf Elternabenden, Teamsitzungen und Konzepttagen (bei Einrichtungen mit größeren Kindern auch durch deren Mitsprache) überprüft und verändert werden. Auf die Zusammenarbeit mit den Eltern wird großen Wert gelegt. Regelmäßige Elternabende, Elterneinzelgespräche und sog. Tür- und Angelgespräche bilden die Kommunikationsebene.

    Unterstützung in der pädagogischen Arbeit, in Personal- und Konzeptionsfragen, bei Organisations- und Konfliktbewältigung erhalten alle Teams durch 14-tägige Supervision bzw. Fachberatung.

    Der Fachberatung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Wir verstehen darunter neben Beratung und Supervision auch Fortbildung, Erfahrungsaustausch und Krisenintervention. Ziel ist die Qualitätssicherung der pädagogischen Arbeit unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen der unterschiedlichen Einrichtungen. Fachberatung soll u.a. gewährleisten, dass den großen Gestaltungsspielräumen der Bezugspersonen, das nötige Verantwortungsbewusstsein und die entsprechende Kompetenz gegenüber stehen.

    Durch telefonische und persönliche Gespräche stehen die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle in intensivem, regelmäßigem Kontakt mit den Bezugspersonen und Elternvertretern der Einrichtungen. Auch die gewünschte Teilnahme an Teamsitzungen, die Vermittlung von externen Beratern und Supervisoren gehören zur fachlichen Begleitung.

    Supervision wird grundsätzlich von freiberuflichen qualifizierten Fachkräften geleitet. Es gibt die Möglichkeit als Team eine Supervisionsgruppe zu bilden oder an größeren Supervisionskreisen mit anderen Gruppen teilzunehmen. Grundsätzlich wird die Teilnahme an einer Supervision allen Teammitgliedern dringend angeraten und vom Verein finanziert.

    Regelmäßige Teamtage, jährliche Konzepttage und Fortbildungen, die Teilnahme an Arbeits- und Gesprächskreisen sollen vor "Betriebsblindheit" schützen, die Standards hinterfragen und notwendige Handlungskompetenz gewährleisten.

    Leitungsstruktur
    Die gemeinsame verantwortliche Leitung der Einrichtungen durch die Teams vor Ort -in größeren Einrichtungen auch ganz oder teilweise freigestellte Leitungskräfte - die Übernahme von Organisations- und Verwaltungsaufgaben, die Fähigkeit die Anforderungen der täglichen Arbeit zu reflektieren und weiter zu entwickeln sind als Schwerpunkte neben der täglichen pädagogischen Arbeit mit den Kindern zu sehen.


    Pädagogische Ziele


    Die Kinder sollen soziale, emotionale und kognitive Kompetenz erlangen und auf ein Leben in einer sich ständig verändernden Welt vorbereitet werden. Ausgehend von der realen Situation innerhalb der Gruppe (spezielle Fähigkeiten, Interessen, Ängste der Kinder) werden die Tagesabläufe gestaltet und Angebote geplant, die sowohl die Individualität als auch den Gemeinschaftssinn unterstützen und entwickeln. Handlungsfähigkeit und Selbständigkeit werden durch vielfältige Erfahrungs- und Bewegungsräume ermöglicht, die Phantasie und Kreativität angeregt.

    Die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit und die Stärkung der Beziehungsfähigkeit sollen die Grundlagen für Wertschätzung, Akzeptanz und Toleranz gegenüber Mitmenschen und Umwelt bilden.


    Organisatorisches Konzept


    Jede Einrichtung arbeitet inhaltlich selbständig, dennoch gibt der Verein Strukturen und Regeln vor. Die Teams erstellen die Dienstpläne und regeln evtl. anfallende Koch- und Putzdienste. Sie übernehmen die Führung der Handkasse, die Anmeldung der Kinder, planen die jährlichen Schließungszeiten und organisieren Urlaubs- und Krankheitsvertretungen. Sie pflegen den Kontakt zum Stadtteil, nehmen an Planungs- und Abstimmungsgesprächen, Arbeitsgruppen und Gesprächskreisen teil. Bei der Einstellung von KollegInnen und PraktikantInnen haben sie Mitspracherechte.

    Der Verein ist Vertragspartner für die Eltern, Vermieter und die ArbeitnehmerInnen. Er ist ebenso Antragsteller für die öffentlichen Gelder und Zuschüsse. Für die Einhaltung der Verträge und die ordnungsgemäße Verwendung der Gelder muss er einstehen. Daraus resultiert die Verpflichtung, professionelle Verwaltungsarbeit zu leisten.


    Finanzielles Konzept


    Die Einrichtungen des Vereins werden mittels öffentlicher Zuschüsse und Elternbeiträgen finanziert. Dazu gehören die Betriebskostenzuschüsse der Stadt Frankfurt, die Mittel des Landes Hessen, Kostenübernahmen des Sozialamtes und die Entgelte der Eltern.


    Elisabeth Strüber
    November 2008